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Windrad aus HolzQuelle: FAZ 04.12.2009 Die Region Hannover bietet so manches an Hochtechnologie, etwa in der Für Windmühlen war früher Holz der vorherrschende Werkstoff; er wurde "erst" in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts von Stahl verdrängt.Dass sich die Fachwelt wieder für Holz interessiert, zeigte im Juni in Wien die Verleihung eines Innovationspreises, der als "Nobelpreis der Forst- und Holzwirtschaft" gilt, an "Timber Tower". Selbst in Südafrika fragen Hersteller von Windrädern ebenso begierig nach Holz wie in den Staatsforstbetrieben von Bayern bis Niedersachsen. Hier im Modell. Mit dem Bau von Türmen aus Holz statt aus Stahl sinken, so die Berechnungen, die Herstellungskosten einer Windanlage um ein Viertel. Zudem kann ein solcher Turm leicht zerlegt werden; Höhen bis zu 200 Metern sind unproblematisch. Jeder zusätzliche Meter steigert an Land den Energieertrag um ein Prozent. Derzeit aber erlaubt die Kran-bautechnologie nur eine Höhe von 165 Metern. Selbst auf hoher See sollen die Türme aus verleimten Fichtensperrholzplatten eine Lebensdauer von 20 Jahren erreichen, ähnlich wie Stahl oder Beton. Stahl ermüdet bei ständiger Belastung rascher als Holz. Wartungen nach Korrosionsschäden, die das Salz in der Seeluft bei Stahl erforderlich macht, erübrigen sich. In der Herstellung und der Entsorgung sei Holz umweltverträglicher als Stahl, sagen die mittelständischen Erfinder, die auf Wachstumsmärkte in China und Nordamerika setzen. Mit dem Bau des Prototyps entwickelt die Hochschule im hannoverschen Marienwerder sich zu einem Testzentrum von Rang für die Windenergieforschung. Dort werden vom kommenden Jahr an Bauingenieure in einer Versuchshalle Tragstrukturen von Offshore-Windkraftanlagen untersuchen - sowie den lange unterschätzten Werkstoff Holz. |
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| Letzte Änderung 15. Dec 2009
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