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Weltweit einmaliges Windrad entsteht
Firma „Timber Tower“ will auf Uni-Campus Holzkonstruktion errichten / „Schub für die Forschung“ Eine Weltneuheit soll bald auf dem Forschungsgelände der Leibniz-Uni in Marienwerder errichtet werden: Im nächsten Frühjahr will die hannoversche Firma Timber Tower dort eine Windkraftanlage aus Holz bauen. Der 100 Meter hohe Turm der Anlage, die eine Leistung von 1,5 Megawatt erzeugt, wird weithin sichtbar sein. „Mit den Bauingenieuren der Uni wollen wir beweisen, dass Windräder aus Holz eine kostengünstige und schnell zu realisierende Alternative zu den üblichen Stahlkonstruktionen sind“, sagt Holger Giebel, Geschäftsführer von Timber Tower. Er ist zuversichtlich, dass schon 2011 die Serienfertigung für die Holztürme beginnen kann. Die Uni-Kooperation mit Timber Tower ist ein weiterer Baustein in dem Konzept, den Standort in Marienwerder zu einem bundesweit führenden Testzentrum für die Windenergieforschung auszubauen. Wie berichtet, soll dort vom Frühjahr 2010 an eine fünf Millionen Euro teure Versuchshalle errichtet werden, in der die Bauingenieure der Uni Tragstrukturen von Offshore-Windkraftanlagen erforschen. „Das Timber-Tower-Projekt bedeutet einen weiteren Schub“, sagt Prof. Habil Fouad, Leiter des Instituts für Bauphysik, das mit dem Unternehmen kooperiert. Die von Timber Tower entwickelte Anlage, für die eine Baugenehmigung bereits beantragt ist, ist zunächst für den Landbetrieb vorgesehen. Für die Entwicklung hat sich die Firma, die 2007 im Gründungswettbewerb „Start-up-Impuls“ punkten konnte, ein weltweites Patent gesichert. Um das Pilotprojekt auf dem Hochschulgelände realisieren zu können, haben verschiedene Geldgeber 2,5 Millionen Euro bewilligt, darunter der Innovationsfonds der Wirtschaftsfördergesellschaft Hannoverimpuls und die Mittelstandsbeteiligungsgesellschaft Niedersachsen. Laut Giebel sind die aus Brettsperrholz gefertigten Holztürme ihren stählernen Pendants in mehrfacher Hinsicht überlegen. Bei der Produktion sei eine Kostenersparnis von bis zu 20 Prozent realistisch, zudem könnten die Holzmodule viel einfacher transportiert werden als Stahlelemente. Die Lebensdauer beider Materialien wiederum sei mit rund 20 Jahren vergleichbar. Auch einen Kandidaten für die Serienproduktion hat er bereits gefunden: Das Neunkirchener Unternehmen „Vensys“ habe zugesagt, nach der Pilotphase in die Produktion einzusteigen. Weitere Windenergiefirmen hätten bereits Interesse gezeigt, sagt Giebel. Mittelfristig hofft er auch auf Partner jenseits der deutschen Grenzen: „In den USA und China gibt es einen enormen Wachstumsmarkt für dieWindenergie.“ VON JULIANE KAUNE Quelle: HAZ 06.11.09 |
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| Letzte Änderung 10. Nov 2009
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